ADFC und Polizei Siegen-Wittgenstein kontrollieren Überholabstände - ADFC Düsseldorf

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Kreisverband Düsseldorf

Der ADFC NRW macht im Rahmen seiner Verkehrssicherheitskampagne "einfach. sicher. radfahren." auf die gesetzlichen Mindestabstände beim Überholen von Radfahrenden aufmerksam - ganz nach dem Motto "einfach. sicher. überholen."!

Der ADFC NRW macht im Rahmen seiner Verkehrssicherheitskampagne "einfach. sicher. radfahren." auf die gesetzlichen Mindestabstände beim Überholen von Radfahrenden aufmerksam - ganz nach dem Motto "einfach. sicher. überholen."! © ADFC NRW

ADFC und Polizei Siegen-Wittgenstein kontrollieren Überholabstände

Siegen / Düsseldorf, 19. Juni 2026

10/26

Mit Abstand sicher vorbei:
ADFC und Polizei Siegen-Wittgenstein kontrollieren Überholabstände


Der ADFC NRW, der ADFC Siegen-Wittgenstein und die Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein führen heute eine gemeinsame Pilotaktion zur Kontrolle des Mindestabstands beim Überholen an Radfahrenden durch. Die Aktion ist Teil der ADFC-NRW-Kampagne „einfach. sicher. radfahren.“ und soll als Blaupause für weitere gleichartige Kontrollen dienen.

1,5 Meter Abstand innerorts
Im Mittelpunkt steht die konsequente Einhaltung des gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsabstands. Innerorts sind mindestens 1,5 Meter, außerorts mindestens 2 Meter Abstand beim Überholen von Radfahrenden einzuhalten. Zu enges Überholen kann Radfahrende durch den Luftzug oder Abdrängen gefährden. Auch kann es Radfahrende verunsichern. 60 Prozent der Befragten beim Fahrrad-Monitor 2025 gaben an, dass sie sich aufgrund des Verhaltens von Autofahrenden im Straßenverkehr verunsichert fühlen. Erst wer sich sicher fühlt, steigt auch aufs Rad. Der ADFC NRW fordert, dass Überholabstände landesweit regelmäßig und systematisch gemessen und Verstöße zuverlässig sanktioniert werden.

Die Aktion verfolgt ausdrücklich nicht nur einen repressiven, sondern vor allem einen präventiven Ansatz. Mit den Kontrollen soll auf die Bedeutung ausreichender Abstände aufmerksam gemacht und die Sicherheit von Radfahrenden im Straßenverkehr verbessert werden.
 

Hintergrund
Die Kampagne „einfach. sicher. radfahren“ bündelt die zentralen Forderungen des ADFC NRW für mehr Sicherheit im Radverkehr. Forderung 4 lautet: Überholabstände sollen systematisch kontrolliert werden. Die Mindestabstände beim Überholen wurden mit der StVO-Novelle 2020 festgeschrieben. Der ADFC NRW verweist darauf, dass sichere Radverkehrspolitik auch wirksame Kontrollen dieser Mindestabstände braucht.

Die gemeinsame Aktion mit der Polizei Siegen-Wittgenstein ist in die Arbeit der NRW-Initiative #sicherimStraßenverkehr eingebettet. Diese Initiative verfolgt das Ziel, Verkehrsunfälle zu reduzieren und Prävention im Straßenverkehr zu stärken.

Marc Zietan, verkehrspolitischer Experte des ADFC NRW: „Zu dichtes Überholen gefährdet Radfahrende unmittelbar. Der ADFC NRW setzt sich dafür ein, dass der gesetzlich geltende Überholabstand bekannt gemacht und durchgesetzt wird. Mit Rücksicht und Respekt kommen wir alle sicher an.“

Dr. Jens Kremer, Vorsitzender ADFC Siegen-Wittgenstein: „Wenn wir mehr Menschen in Siegen-Wittgenstein für das Fahrrad gewinnen wollen, brauchen wir ein Verkehrsklima, in dem sich alle sicher fühlen. Dazu kann jede und jeder mit einem ausreichenden Abstand beim Überholen beitragen.“

Polizeirat Marcel Zirnsak, Direktionsleiter Verkehr der Polizei Siegen-Wittgenstein:
„Die Unfallentwicklung bei Rad- und Pedelecfahrenden im Jahr 2025 zeigt, wie wichtig gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr ist. Ich freue mich daher über die gemeinsame Kontrollaktion von Polizei und ADFC NRW. Sichere Überholabstände schützen das Leben. Mehr Sicherheit auf den Straßen in NRW erreichen wir nur gemeinsam.“
 

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einfach sicher überholen

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