
Mit der Kampagne einfach. sicher. radfahren. stellt der ADFC NRW 10 Forderungen für mehr Radverkehrssicherheit auf. © ADFC NRW
Landtagswahl 27: mehr Konsequenz bei der Radverkehrssicherheit
Düsseldorf, 03. November 2026
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Landtagswahl 2027:
ADFC NRW fordert mehr Konsequenz bei der Radverkehrssicherheit
Mit der Kampagne „einfach. sicher. radfahren.“ fordert der Fahrradclub verbindliche Maßnahmen statt bloßer Ziele. Drei zentrale Forderungen an die nächste Landesregierung: sichere Radwegenetze, sichere Schulwege und konsequente Kontrollen beim Überholen.
Am 25. April 2027 wählen die Menschen in Nordrhein-Westfalen einen neuen Landtag. Der ADFC NRW fordert, die Sicherheit von Radfahrenden zu einem Schwerpunkt der kommenden Legislaturperiode zu machen. Denn trotz gesetzlicher Fortschritte und Investitionen bleibt der Handlungsbedarf groß.
Mit dem Fahrrad- und Nahmobilitätsgesetz (FaNaG NRW) hat das Land die Vision Zero – keine Getöteten oder Schwerverletzten im Straßenverkehr – gesetzlich verankert. Auch beim Radwege-Ausbau gab es Fortschritte: Von den angestrebten 1.000 Kilometern neuer Radwege waren Ende 2025 laut Landesangaben 661 Kilometer fertiggestellt. Aber bis April 2027 muss somit noch rund ein Drittel des Ziels erreicht werden.
Auch im Bereich Verkehrssicherheit bleibt der Handlungsbedarf groß: Nach Angaben des ADFC NRW wurden 2025 statistisch gesehen jede Woche zwei Radfahrende im Straßenverkehr getötet. Für den ADFC zeigt das, dass politische Ziele und Investitionen allein nicht ausreichen. Es braucht konsequente Maßnahmen, die Gefahren für Radfahrende im Straßenverkehr wirksam reduzieren.
Susanne Niemann, Landesvorsitzende des ADFC NRW, sagt: „Ein Radweg, der plötzlich endet, ist kein sicherer Radweg. Wer Menschen aufs Fahrrad bringen und Leben schützen will, muss Lücken im Radwegenetz schließen. Denn gerade dort, wo sichere Wege fehlen und Radfahrende in den Mischverkehr wechseln müssen, entstehen gefährliche Situationen. Die nächste Landesregierung muss deshalb den Ausbau eines durchgängigen, sicheren Radwegenetzes zur Priorität machen – damit sicheres Radfahren nicht vom Wohnort oder von der gewählten Strecke abhängt.“
Drei von zehn Forderungen für mehr Sicherheit
Mit der Kampagne einfach. sicher. radfahren. fordert der ADFC NRW konkrete Schritte von Land und Kommunen:
- Durchgängige und sichere Radwegenetze schaffen
Radwege müssen sicher, verständlich und ohne gefährliche Unterbrechungen nutzbar sein. Der ADFC NRW fordert, Lücken im Netz zu schließen und bestehende Radwege systematisch zu verbessern. - Kinder schützen – Schulwege sichern machen
Kinder müssen sicher und selbstständig zur Schule kommen können – zu Fuß und mit dem Fahrrad. Der ADFC NRW fordert deshalb eine Landesberatungsstelle für Schulwegsicherheit, die Kommunen und Schulen fachlich dabei unterstützt, Gefahrenstellen zu erkennen und sichere Schulwege zu schaffen. - Gefährliches Überholen kontrollieren
Die vorgeschriebenen Mindestabstände beim Überholen von Radfahrenden müssen eingehalten werden: 1,5 Meter innerorts und 2 Meter außerorts. Der ADFC NRW fordert systematische Kontrollen und eine konsequente Ahndung von Verstößen.
Mit diesen und sieben weiteren Forderungen im Rahmen der Kampagne einfach. sicher. radfahren. richtet sich der ADFC NRW an die Parteien, die mit ihren Spitzen-Kandidat:innen für die Landtagswahl 2027 ins Rennen gehen. Der Fahrradverband sieht mit der Landtagswahl die Chance, die Verkehrssicherheit konsequent in den Mittelpunkt der Verkehrspolitik zu rücken. Entscheidend ist, dass die nächste Landesregierung die Vision Zero nicht nur als Ziel formuliert, sondern mit verbindlichen Maßnahmen dafür sorgt, dass alle Menschen in Nordrhein-Westfalen sicher unterwegs sein können.
Die insgesamt zehn Forderungen und ergänzende Hintergrundinformationen können online nachgelesen werden: https://nrw.adfc.de/artikel/einfach-sicher-radfahren-zehn-forderung-fuer-sicheren-radverkehr-in-nrw
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