
Die Sperrfläche sichert den notwendigen Platz, damit der Radfahverkehr sicher auf die Fahrbahn geleitet werden kann. © ADFC Düsseldorf
Münsterstraße: Neue Markierungen entschärfen Konfliktstelle
Ein gefährlicher ist Konfliktpunkt entschärft: Durch die Umwidmung einer Fahrspur wird der Wechsel vom Radweg auf die Fahrbahn auf der Münsterstraße nun deutlich übersichtlicher und sicherer.
Gute Nachrichten für alle, die auf der Münsterstraße Richtung Innenstadt unterwegs sind. Wer bisher vom Radweg im Seitenraum auf die Fahrbahn wechseln musste, landete oft in einer unübersichtlichen und engen Situation mit dem fließenden Kfz-Verkehr. Das ändert sich jetzt: Die Stadt hat auf Grund unserer Initiative von April 2025 die rechte Fahrspur in diesem Bereich in einen breiten Radfahrstreifen umgewandelt. Eine zusätzliche Sperrfläche sorgt dafür, dass Autos dies rechtzeitig erkennen und Radfahrende mit ausreichend Platz und besserer Sichtbarkeit einfädeln können.
Dieser Umbau ist ein wichtiger Schritt für das Radhauptnetz, in dem die Münsterstraße eine zentrale Rolle spielt. Dass hier dringender Handlungsbedarf bestand, belegten auch die Ergebnisse unseres letzten ADFC-Radwegetests, bei dem die fehlende Radverkehrsführung in dem Abschnitt zwischen Yorckstr. und Nordstr. kritisiert wurde. Es ist erfreulich zu sehen, dass die Stadt diese Schwachstelle aufgrund unserer Initiative nun korrigiert hat – ein Modell, das Schule machen sollte!
Ein Anfang, aber noch kein Ziel
Trotz der punktuellen Verbesserung bleibt ein Wermutstropfen: Warum wird Sicherheit hier nur auf wenigen Metern gedacht? Die Münsterstraße braucht dringend eine durchgehende, sichere Radverkehrsanlage in beide Richtungen – und zwar konsequent über die Jülicherstraße hinaus bis zur Nordstraße. Nur ein lückenloses Netz ohne plötzliche Enden oder gefährliche Wechsel bietet die Qualität, die eine Hauptroute im Radnetz verdient. Eine Anbindung des Radhauptnetzes an die Einkaufsstraße Nordstraße macht es zudem für die Menschen im Stadtviertel attraktiver, ihre Einkäufe mit dem Fahrrad zu erledigen. Wir fordern daher, diesen Standard auf der gesamten Länge der Straße umzusetzen, statt sich mit Insel-Lösungen zu begnügen.
Offener Punkt: Die Rotmarkierung
Noch nicht ganz fertig ist die wichtige Rotmarkierung im Bereich der Haltebucht, die Autofahrende zusätzlich sensibilisieren soll. Wir haben bei der Stadt nach dem aktuellen Stand gefragt: Laut Aussage der Stadt werden Rotmarkierung sowie Piktogramme noch aufgetragen. Die Arbeiten sollen zeitnah durchgeführt werden. Wir bleiben dran und prüfen die Umsetzung.
Wir freuen uns über diesen kleinen Etappensieg, werden aber weiterhin für eine Münsterstraße kämpfen, auf der man sich von Anfang bis Ende sicher und wohl fühlen kann.






