Radfahren im Stadtbezirk 7: das muss besser werden! - ADFC Düsseldorf

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Kreisverband Düsseldorf

Radfahren im Stadtbezirk 7: das muss besser werden!

Großer Andrang bei ADFC-Veranstaltung in Gerresheim im Juli 2025

Mehr als 60 engagierte Bürgerinnen und Bürger folgten am 9. Juli der Einladung des ADFC Düsseldorf zu einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung im Evangelischen Gemeindesaal in Gerresheim. Unterstützt wurde der ADFC von den Mitveranstaltern Bürger- und Heimatverein Gerresheim, den Naturfreunden, der Initiative „Gerresheim nachhaltig“ sowie dem VCD.

Zum Auftakt präsentierte das ADFC-Team die Ergebnisse des Radwegetests im Stadtbezirk – mit ernüchterndem Fazit: Viele Radverbindungen sind unsicher, lückenhaft oder sogar gefährlich. Besonders kritisiert wurden die Grafenberger Allee, der Knotenpunkt Morperstraße/Torfbruchstraße, die Heyestraße, die Glashüttenstraße sowie der Bereich Mauresköthen/Zamenhofweg/Höherhofstraße. Neben diesen „Top 5“ der gefährlichsten Stellen wurden weitere 13 Problemzonen benannt.

Forderung an Verwaltung und Politik: Handeln! Die Verwaltung muss für sichere Radwege sorgen, und die Politik ist gefordert, entsprechende Beschlüsse auf den Weg zu bringen und deren Umsetzung einzufordern.

Vier Lokalpolitiker*innen stellten sich der Diskussion: Elke Fobbe (SPD), Sigrid Lehmann (DIE LINKE), Sylvia Menke-Hollenberg (CDU) und Ulrich Scheinhardt (GRÜNE). In einer engagierten Debatte mit dem Publikum ging es weniger um das „Ob“ als um das „Wie“: Einigkeit bestand darin, dass an den benannten Gefahrenstellen dringend etwas passieren muss. Kontroverser diskutiert wurden jedoch Grundsatzfragen – etwa zur Tempo-30- Ausweitung, zur Verteilung des Straßenraums oder zum Stellenwert des Autos in einer nachhaltigen Mobilitätspolitik.

Der ADFC-Radwegetest und die im Vorfeld durchgeführten Ausfahrten erhielten viel Anerkennung – die gelten nun als wichtige Grundlage und Maßstab für eine zukunftsfähige Radverkehrspolitik. Deutlich wurde an diesem Abend: Die Bürgerinnen und Bürger erwarten spürbare Verbesserungen – besonders für jene, die bislang noch zögern, vom Auto auf das Fahrrad umzusteigen.

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